24 Stunden • 15 Einsätze • Unwetter • Bombenfund

Die letzten 24 Stunden forderte unsere aktive Einsatzmannschaft mehr denn je: Wie angekündigt, zog am Abend des 18. August ein schweres Unwetter mit massivem Regen, Sturmböen und möglicherweise sogar einer Windhose über den Gemeindebereich Freudenberg hinweg. Der Schadensschwerpunkt lag dabei im Bereich Etsdorf bis Hiltersdorf.

 

Der erste einlaufende Alarm galt einem Baum, welcher auf der Staatstraße 2040 zwischen Altenricht und Buchenöd einen PKW unter sich begrub. Auf der Anfahrt zum Einsatzort waren die Zufahrtswege durch die schweren Unwetterschäden bereits nicht mehr passierbar und die anfahrenden Kräfte mussten einen Umweg über Lintach in Kauf nehmen. Parallel dazu wurden weitere Einsatzkräfte mobilisiert. Während die Feuerwehr Bühl in Schlauderhof Kälber aus einer zusammengebrochenen Scheune in Sicherheit brachte, machten sich Kräfte aus Etsdorf, Lintach und Freudenberg-Wutschdorf daran, die Gemeindeverbindungsstraße von Schlauderhof Richtung Buchenöd sowie die ST2040 in Richtung Altenricht von unzähligen massiven Bäumen zu befreien.

 

Von dieser Einsatzstelle musste unser Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug kurzzeitig zu einer Rauchentwicklung an die Scharlmühle (Lkr. SAD) abbrücken. Parallel dazu liefen die Aufräumarbeiten an der ST2040 weiter, bis Kräfte nach Etsdorf abgezogen werden mussten: Dort kam es derweil zu einer gefährlichen Situation, als das gut besuchte Kirwazelt drohte, dem Sturm nicht mehr länger standzuhalten. Der Betrieb musste eingestellt werden und das Zelt wurde von unseren Kräften kurzerhand rückgebaut.

 

Während dieser Arbeiten wurden wir von der Leitstelle Amberg zu einem weiteren dringenden Einsatz disponiert, sodass abermals Kräfte mobilisiert werden mussten: Bei Unterpennading war eine Stromleitung, die durch zahlreiche Bäume auf den Boden gedrückt wurde, auf einer Länge von 40 Metern in Brand geraten.

 

Am nächsten Tag zeigte sich bei Tageslicht dann das ganze Ausmaß der Verwüstung, sodass die Arbeiten zur Schadensbeseitigung und Gefahrenabwehr direkt weitergingen. In Absprache mit dem Forstamt wurden zahlreiche Bäume gefällt, deren Stabilität durch den Sturm stark eingeschränkt war und von denen deshalb eine besondere Gefahr für den Straßenverkehr ausging. Dabei unterbrach abermals ein Alarm der Leitstelle Amberg die laufenden Aufräumarbeiten der Feuerwehrkräfte: Nach dem Fund einer weiteren Weltkriegsbombe in Haselmühl wurde eine Abordnung an Feuerwehrkräften dorthin beordert, um die laufenden Evakuierungsmaßnahmen im Einsatzabschnitt vier zu unterstützen.

Externe Linkliste:

 

(Onetz) Erneut Bombe in Haselmühl entschärft

(Onetz) Bombe, die zweite: Erneut Blindgänger bei Amberg gefunden

(OTV) Erneut Fliegerbombe im Ortsteil Haselmühl gefunden

(BR) Zweite Bombe in Kümmersbruck: Polizei bereitet Evakuierung vor

 

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