20 Jahre organisierte Erste Hilfe Freudenberg – Mach mit, hilf mit!
Am 1. März 2006 meldeten wir uns erstmals bei der damaligen Rettungsleitstelle in Amberg einsatzklar und nahmen unseren ehrenamtlichen Dienst für unsere Mitbürger als Helfer vor Ort unter dem Dach des BRK auf. Vorausgegangen war eine intensive Ausbildung unserer ersten Helferinnen und Helfer, die damit die wichtige Aufgabe übernehmen konnten, das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken und schnelle, qualifizierte Erste Hilfe zu leisten.




Die Alarmierungstechnik hat sich in diesen zwei Jahrzehnten auch verändert:
Unsere ersten Einsätze erreichten uns noch telefonisch. Danach folgten analoge Funkmeldeempfänger, und heute werden wir zuverlässig über moderne, digitale Pager alarmiert. Auch ein eigenes Funkgerät stand uns anfangs noch nicht zur Verfügung – Rückmeldungen erfolgten schlicht per Handy.
Was 2006 unter dem BRK begann, wurde ab August 2015 unter dem Dach der Feuerwehr Freudenberg als First Responder fortgeführt und weiter ausgebaut.

In diesen 20 Jahren konnten wir bis heute 1.633 Einsätze bewältigen – jeder davon ein Beitrag zur Sicherheit unserer Gemeinde und darüber hinaus.
Ein besonderes Highlight war die Beschaffung unseres eigenen Einsatzfahrzeugs, das seit November 2016 im Dienst steht. Bemerkenswert dabei: Das Fahrzeug wurde zu 100 % durch Spenden finanziert. Ohne die große Unterstützung unserer Bürgerinnen und Bürger wäre dies niemals möglich gewesen. Dieses Engagement zeigt, wie fest verankert unser System der organisierten Ersten Hilfe in Freudenberg ist.

Unser First-Responder-Team versucht weiterhin, an Wochenenden und Feiertagen rund um die Uhr Einsatzbereitschaft sicherzustellen, sowie unter der Woche täglich von 19 Uhr bis 6 Uhr. In den vergangenen Jahren ist unser Team jedoch kleiner geworden. Die verbleibenden Helferinnen und Helfer tragen dadurch eine höhere Belastung – und dennoch geben sie ihr Bestes, können aber nicht jeden Einsatz bedienen.
Daher benötigen wir neben Geldspenden dringend auch Zeitspenden in Form neuer aktiver Mitglieder. Es wäre ein großer Verlust für die Gemeinde, wenn wir dieses wertvolle System nicht mehr anbieten könnten.
Gesucht werden Menschen, die bereit sind, sich zu engagieren, ihre Mitbürger zu unterstützen und die Qualität der medizinischen Ersthilfe in unserer Gemeinde zu sichern. Ärztinnen oder Ärzte müssen sie nicht sein – benötigt wird eine erweiterte SAN-Ausbildung, die wir im Rahmen von Kursen vermitteln. Niemand steht danach alleine im Einsatz: Neue Helfer werden begleitet, eingearbeitet und unterstützt.
Vielleicht findet ja auch der eine oder andere ehemalige Helfer wieder Zeit, sich erneut einzubringen – für die eigene Familie, Freunde und alle Mitbürger in Freudenberg.
Zum Schluss möchten wir uns von Herzen bedanken:
Bei allen Spenderinnen und Spendern, die dieses für die Patienten kostenlose System tragen, bei den politischen Entscheidungsträgern, die die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen haben, und ganz besonders bei allen unseren Helferinnen und Helfern.
Jede Stunde ihres Einsatzes ist ein Gewinn an Sicherheit und Lebensqualität für unsere Gemeinde Freudenberg.
First Responder Freudenberg








Helfer vor Ort Freudenberg (2006 – 2015)








